Verbandsversammlung vom 30.11.2016

Auch 2017 bleiben der Wasserpreis sowie die Bereitstellungskosten für den Wasserzähler stabil. Die Pauschale für einen Neuanschluss einer Hausanschlussleitung konnte sogar gesenkt werden!

Herr Verbandsdirektor Friedmann freut sich, dass es dem Zweckverband ein weiteres Mal gelungen ist, trotz ständig steigender Kosten - vor allem für die Unterhaltung des Rohrnetzes - alle Gebühren auf einem weiterhin sehr niedrigen Niveau konstant zu halten. Auch 2017 bezahlen die Bürger im Versorgungsgebiet der Südgruppe nur 1,08 € netto für einen Kubikmeter (= 1000 Liter) Wasser. Auch alle Bereitstellungsgebühren für die Trink- und Löschwasserversorgung mussten nicht erhöht werden. Der Pauschalbetrag für die Neuherstellung einer Anschlussleitung (was alle Häuslebauer am meisten interessiert) konnte um 50 € auf 900 € gesenkt werden. Gleich geblieben sind die Kosten für die Erneuerung einer Anschlussleitung mit 1.100 € sowie die Pauschale für einen Bauwasseranschluss mit 260 €.

Verbandsvorsteher, Bürgermeister a. D. Seiter, sowie Verbandsdirektor Friedmann bedanken sich bei den Mitarbeitern für das, dank der guten Arbeitsleistung, vorbildliche Betriebsergebnis. Man ist froh, bei dem hohen technischen Standard und der sehr guten Trinkwasserqualität eine konstant niedrige Gebührenbelastung für die Bürger des Versorgungsgebietes realisiert zu haben. Trotzdem sanken die Rücklagen im laufenden Jahr deutlich um über 500.000 € Dies begründet sich in dem Aufwand, der sich aus den Reparaturen im Rohrnetz generiert. Straßensanierungen ziehen meist auch Erneuerungen der Trinkwasser-Leitungen nach sich. Da viele Straßen saniert werden, bedeutet das auch sinnvolle, wenn auch hohe Re-Investitionen.

Der Haushalts- und der Wirtschaftsplan für das Jahr 2017 wurden von der Verbandsversammlung einstimmig gebilligt. Der Erfolgsplan, in welchem die Einnahmen und die Ausgaben für das Wirtschaftsjahr festgelegt sind, hat sich im Gesamtvolumen gegenüber dem Vorjahr um 186.000 € erhöht. Dieser Betrag resultiert vor allem aus der Erhöhung der Kosten für die Unterhaltung der Anlagen sowie eine Erhöhung des Wassercents durch die Mehrförderung an Wasser. Im Vermögensplan ergibt sich ebenfalls eine Erhöhung um 110.000 €, hier schlagen Investitionen bei den Betriebs- und Geschäftsausstattungen zu Buche. Unter anderem sollen Notstromaggregate sowie verschiedene Fahrzeuge angeschafft bzw. altersbedingt ersetzt werden. In den Wasserwerken Jockgrim und Kuhardt sind für 2017 Investitionen in die Mess- und Steuerungstechnik vorgesehen. In beiden Werken wird die Pumpentechnik überarbeitet und energetisch auf den neuesten Stand gebracht - ein Ergebnis des Energie Audits, welches man im Jahre 2016 durchführte. Auch für den Notbetrieb, den die Zivile Vorsorge des Ministeriums für kritische Infrastruktur-Unternehmen fordert, sind Mittel eingestellt worden.

Für die Unterhaltung und Instandhaltung des Leitungsnetzes ist ein Betrag von 700.000 € eingeplant, da bestrebt ist, alte Rohrleitungen, die mehrmals von Rohrbrüchen betroffen waren, auf ganzer Länge auszutauschen. Dadurch wird die Versorgung der Bürger mit frischem Wasser auch weiterhin auf diesem hohen Niveau sicher gestellt.

Das Wirtschaftsprüfungsbüro Rödl & Partner (Herr Degenhardt) bestätigt in seinem Bericht über den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015, dass der Verband über eine sehr solide wirtschaftliche Struktur verfügt. Für das Wirtschaftsjahr 2015 konnte ein Jahresgewinn in Höhe von € 177.980,00 erzielt werden, dazu kommt eine Konzessionsabgabe von € 414.319,92, die in voller Höhe an die Verbandsgemeinden ausbezahlt wird. Die Verbandsversammlung entlastete einstimmig den Vorstand für das Jahr 2015.

Für das Jahr 2017 wies Friedmann darauf hin, dass weiterhin das Hauptaugenmerk auf dem hohen Qualitätsniveau des Wassers liege. Die „rund-um-die-Uhr“-Versorgungssicherheit und auch die Liquidität des Unternehmens gilt es langfristig zu festigen. Insbesondere das Rohrleitungsnetz erfordert mit über 340 km stetigen Instandhaltungs- und Wartungsaufwand.

Aktuell versorgen wir 62.400 Einwohner mit Frischwasser. Die Trinkwasserabgabe der Monate Januar - Oktober in 2016 mit 235.463 m³ lag niedriger als in 2015. Dieser Rückgang ist auf die lange Regen-Periode im Frühjahr zurückzuführen. Im Bereich der Industrie gab es eine Steigerung von 2,7 %. Bei den öffentlichen Einrichtungen ist ein Rückgang um 13,7 % zu verzeichnen. Der Po-Kopf-Wasserverbrauch hat sich von 2014 zu 2015 von 116 auf 119 Liter gesteigert, hier ist die lange Trockenperiode im Jahr 2015 erkennbar.

Zur Finanzsituation führt Herr Friedmann aus, dass sich der aktuelle Kassenstand im Vergleich zum Vorjahr um € 687.013,45 verringert hat.

Die Zahl der Schadensfälle im Rohrnetz hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Zum Auftragsvolumen im Rohrnetz berichtet Friedmann: Bis Ende November 2016 wurden 189 neue Anschlussleitungen verlegt, 113 Erneuerungen und 8 Anschlussleitungen stillgelegt. Insgesamt wurden 3.789 Wasserzähler getauscht und 126 neue Wasserzähler eingebaut. Dazu kamen 33 getauschte Hydranten sowie 26 getauschte Schieber. Insgesamt wurden 1,5km an Hauptrohrleitungen erneuert und 156 m Hauptrohrleitungen neu verlegt. 435 Schäden wurden repariert und 74 Rohrbrüche behoben. All diese Arbeiten hat der Verband mit eigenem Personal durchgeführt - Herr Friedmann dankt in diesem Zusammenhang besonders seiner „Rohrnetzabteilung“ für deren Arbeitsleistung.

Weitere Tagesordnungspunkte der Verbandsversammlung waren die für das Jahr 2017 vorgesehenen Ortsnetzerweiterungen sowie Straßenausbauten. Hier haben die Verbandsgemeinden alle Maßnahmen angegeben, die für das kommende Jahr geplant sind.

Dem Wirtschaftsprüfungsbüro Rödl & Partner, die den Jahresabschluss 2015 betreut haben, wurde der Auftrag auch für die nächsten beiden Jahresabschlüsse erteilt.

Großen Raum nahmen die Diskussionen um die Grundgebühr für die Bereitstellung von Trink - und Löschwasser ein. Die derzeitige Gebührenstruktur wurde von einem Kunden massiv in Frage gestellt. Er ist der Auffassung, dass eine reine Verbrauchsgebühr pro m³ alleine ein wesentlich fairer Ansatz für den Kunden darstellt und gleichzeitig zu mehr Wassersparen anreizt. Diese Auffassung konnte nicht geteilt werden und ist auch derzeit nicht in Einklang mit dem demografischen Wandel sowie den daraus resultierenden energiepolitischen Zielen zu bringen. Man hat sich daher für die Beibehaltung der Grundgebühr, die auf die Bereitstellung von Lösch- und Trinkwasser einwandfreier Qualität abzielt, entschlossen, da diese sowohl im Sinne von Stagnationswasservermeidung als auch den Kanalisationsproblemen im Abwasserbereich am nächsten kommt. Dass die Gebühr für unterschiedliche Wasserzähler und somit auch den Bereitstellungsbedarf abzielt, wurde als sinnvoll bestätigt.

Die Fernauslesbarkeit von Haus-Wasserzählern wurde von Friedmann erläutert, und die Vor-und Nachteile dargelegt. Man ist sich einig, dass die Zukunft in Richtung Smartmetering zielt, jedoch möchte man die weitere Entwicklung zunächst beobachten.

Ein Dank richtet Friedmann besonders an all diejenigen Kunden, die durch Ihre schnellen Schadensmeldungen den Bereitschaftsdienst unterstützten. Hierdurch halten sich nicht nur die Wasserverluste und Schäden gering, sondern es werden auch Gefahren durch Unterspülungen weitestgehend verhindert.

Bei Problemen mit dem Trinkwasser erreichen Sie uns rund um die Uhr unter der Telefon-Nr. 07271-95860.

Und falls die Telekom mal wieder versagt, probieren Sie es auf der Handy-Nr. 0151 42225783